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Rittbericht
Angermünde
von Beate Scholz
| Wir waren dabei! Hier ein kurzer Bericht: Nachdem das Verladen glücklicher Weise (wir hatten aber auch nach M. Roberts gut geübt) problemlos geklappt hatte fuhren wir pünktlich und gut gelaunt los. Meine Crew, bestehend aus meinem Mann André und meiner Patentochter Inken, war ebenso wie ich bestens durch das Vorbereitungsseminar im Distanzreitzentrum Kremmin gerüstet. Dann kam die Fahrt über die A11 Richtung Stettin, fast die ganze Strecke ist ausgebaut, was für an angenehmes Fahren im Vergleich zu den Vorjahren, wo man nur links und dann nur 60km Fahren durfte und das war mit Pferdeanhänger schon eine Tortur - aber diesmla ein angenehmes Reisen! Nach der Ankunft auf dem gut ausgeschilderten Reitplatz suchten wir uns ein hübsches Plätzchen für´s Paddock und kümmerten uns um die Voruntersuchung und die Streckenbesprechung, da war´s schon gut, dass wir zu Dritt waren! Dann konnte es losgehen und wir starten zu zweit bei leichtem Nieselregen und voller Erwartung. Meine Mitreiterin hatte schon einige Distanzen hinter sich und war so im Gegensatz zu mir ganz ´erfahren´. Die Strecke war recht gut markiert, denn auf der Karte konnte ich mich, ebenso wie meine Crew, kaum orinetieren. Es lohnt sich eine genaue Karte von dem Gebiet zu besorgen. Die Streckenführung war abwechslungsreich und immer wieder furchtbar spannend; z. B. ein mit Planen abgedeckter Sandhaufen oder ein Motorhaube am Wegrand machten das Vorankommen machmal schwierig. Ich nehem an: erfahrene Distanzpferde sind da gelassener. So ritt ich einen Teil der Strecke auch ganz allein, was mir gut gefallen hat, da mein Pferd und ich so ganz in Einklang kamen. Sonst war es doch schwierig ein eigenes Tempo zu machen, der Herdentrieb war erstaunlich ausgeprägt! Das führte auch dazu, dass wir teilweise ein Tempo vorlegten, dass ich alleine nicht geritten wäre, vor allem nicht auf solchem Schotter und Morast. Die Qittung kam prompt: eine unangekündigte Kontrolle! Pulswert auf 84, das hieß warten. Nach 5 Mintuten 80, weiter warten. Dann das ´erlösende´ Pinklen, Puls auf 64 und weiter. Die letzen 5 Km alleine. Das gefiel mir, nur eine überholende Reitergruppe bedurfte noch einer kleinen Extrarunde in die engegengesetzte Richtung um ´mein Tempo´ reiten zu können. Dann mein ´faux pas´ für einen Einführungsritt: da mir André noch mitgeteilt hatte: Du bist die Allereltzte! Wollte ich wenigstens einen ´spektakulären Zieleinlauf´ hinlegen und galoppierte fröhlich ins Ziel... Puls 72 war die Quittung! Dass das so schlecht war, war mir bsi dahin einfach nicht klar, denn ich war gut in der Zeit. Fazit: auf Einführungsritten zählt nur der Puls, das muss man einfach VORHER wissen. Zusammenfassend kann ich sagen: ich bin stolz auf mein kleines Pferd, dass die Sache hervorragend gemeistert hat, ohne Beanstandung sind wir durch alle Kontrollen. Sie war nervenstark wie immer und am Tag danach erfreute sie mich mit glasklaren Beinen (haben wir auch schön bandagiert) und allerbester Verfassung! Nächster Start: Neustadt Dosse im Juni, 31 Km! Mit lieben Grüßen Beate |