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Rurseecup , 47 KM T 6, 64 KM T frei, 01.09.01
Letztes Jahr in strömendem Regen geritten, fuhren wir mit gemischten Gefühlen und sämtlichem
Regenzeug zum Verband der Hufpfleger, der diesen Ritt unter der Regie von Inge Windelschmidt veranstaltet, in die
Eifel.
Der Paddockplatz ist der tollste, den ich je auf Distanzritten gesehen habe: hoch gelegen, saftige Wiese ohne Mücken
und Fliegen, mit einem traumhaft kitschigen Blick auf den Rursee und sämtliche angrenzenden Gebirgszüge.
Allein deswegen lohnt sich die Fahrt....
Wir wurden schon von Marion und Jörg erwartet, die uns einen super Platz freigehalten hatten, hoch oben auf
der Wiese mit besagtem Ausblick. Gut, daß der Veranstalter dafür kein Extra Geld verlangen kann!
Das Catering wurde aufgebaut, eine richtige Grillstube mit frischen Blattsalaten und natürlich wie jedes Jahr
mit Gyros und kleinen Schwenkkartoffeln, klasse.
Eine stabile Hütte konnte die Reiter bei Regen aufnehmen, ausgeschilderte Meldestelle, abgesperrter Bereich
fürs Nachmessen des Pulses mit Wasserfaß in der Mitte, Toilettenwagen, die Infrastruktur für einen
solchen Ritt war perfekt. Konnte da noch was schiefgehen? Und ob es konnte!!
Im Vorfeld gab es das Problem, daß die Veranstalterin von der Eifel an den Niederrhein verzog.
Interessenten für den Ritt riefen also immer die alte Tel. Nr. an. Es werden sich viele nicht die Mühe
gemacht haben, die neue ausfindig zu machen und haben woanders genannt, die Ritte häufen sich ja durch Verschiebungen
aus dem Frühjahr. Also klagte sie am Ende über sehr wenig Starter. Der Besitzer der Wiese wollte nun
auch auf einmal DM 500 ,-. Bei 20 oder 25 Startern kaum tragbar. Noch einmal die Werbetrommel gerührt und
es nannten noch einige, so daß insgesamt 33 Starter auf die Strecke gingen. Parallel dazu fand noch ein VDHP
Streckenritt über 30 Km und ein Kinder Ritt über 15 Km statt (angeglichen ans VDD Reglement)
Die Voruntersuchung wurde vom ansässigen Amtstierarzt durchgeführt und alle Reiter sahen sich an: das
war alles? Puls, Atem, traben, fertig. Kein Pferd wurde angefaßt.
Es gab für die Tempo frei Reitenden einen Massenstart, es wurde bergab geführt, der Start wurde auf der
Geraden freigegeben.
Die 47 Km Reiter konnten sich einfach dann zum Start begeben, wenn sie fertig waren und los wollten.
Alle Vet- Checks und Pausen waren an Start und Ziel, die Gruppen ritten eine 8 zweimal, für den Veranstalter
vielleicht einfach, für die Pferde nicht so schön, ich fands auch nicht so dolle.
Das erste Problem wurde mir in der Pause bewußt: der TA mußte weg und es stand nur der Stoppleiter
da, der zum Glück keinen Problemfall zu bewältigen hatte. Hier hätte es ohne anwesenden TA Ärger
geben können.
Der schön abgesteckte Platz, der auch Zieleinlauf war, hätte kein Finish der 64 er Reiter überstanden,
hier standen immer -zig Pferde und warteten aufs Pulsen, oder Zeitnehmen...
Weiterer Ärger stand an, als 2 Reiter der 64 er Strecke feststellten, daß nur sie die komplette erste
Runde gegangen sind, alle anderen hatten den Abzweig nicht gefunden und haben somit abgekürzt. Von inkompetenter
Seite wurde ihnen auch noch im Stop gesagt, daß alle anderen Reiter disqualifiziert würden, sie könnten
also langsam reiten.
Kurz bevor das Schiedsgericht tagte, einigte man sich in der Form, daß die Reiter, die die volle Strecke
geritten waren, vor den anderen plaziert wurden, ich fand es die eleganteste Lösung, hier gab es keinerlei
Einwände der Reiter.
Die Nachuntersuchung war ein Witz, die Reiter trabten mit dicken Decken vor, unter die der Tierarzt noch nicht
einmal geschaut hatte, geschweige denn, er hätte irgendeinen Muskel geprüft. Hier wäre jedes Pferd
mit offenen Satteldrücken durchgekommen. Erst auf meinen Einwand hin mußten dann die Reiter die Decken
abnehmen.
Die Pferde, die vorher untersucht worden waren, hab ich dann in den Paddocks noch mal angesehen, sie waren, soweit
ich das beurteilen konnte, in Ordnung.
Kurz nach 15 Uhr war dann der Doc verschwunden, obwohl noch einige Pferde nach untersucht werden mußten.
Man hatte ihm gesagt, sein Einsatz wäre um 15 Uhr beendet.
Hier sprang dann Stoppleiter Dirk Kehl ein und untersuchte in meinem Beisein die Pferde, bis der TA wieder da war.
Siegerehrung war dann fast pünktlich um 17 Uhr. Unser Hof war mit 2 erwachsenen Reitern und drei Jugendlichen
vertreten, die alle nur 1.- 4. Plätze mit nach Hause nahmen, fand ich eine tolle Leistung.
Beim nächsten Mal, so hab ich es mit Inge Windelschmidt besprochen, setzen wir uns intensiver zusammen, damit
solche Pannen nicht mehr passieren, es wäre zu schade, wenn dieser Ritt nicht mehr stattfinden würde,
allein wenn ich an den Ausblick denke.... Vielen Dank! Sg
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