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Rittbericht
Silberstern


von Sian Griffiths, Uwe Rahn und Sian Griffiths

14-15.07.01 Silberstern-Ranch

Sonnige Zeiten auf der Silberstern-Ranch

Mit riesiger Beteiligung fanden die Distanzritte über 80, 60 und 39 km auf der Silberstern-Ranch in Stuhr bei Bremen statt. 23 Nennungen für die 80iger und 77 Nennungen beim EFR, stellten Veranstalter und Helfer vor große organisatorische Probleme.
Das Platzangebot war dennoch aussreichend, weil alle Wiesen zur Verfügung standen.
Überhaupt war das Team der Silberstern-Ranch dieses Mal sehr bemüht. In allen Kontrollen war Wasser vorhanden und zumindest der erste Teil der 80 km Strecke war ganz neu markiert worden.
Leider an anderer Stelle nicht. So war bei den 80 km zwar überall ausreichend markiert, aber vielerorts doch recht verblaßt und von Ästen zugewachsen, so daß man schon sehr genau hinschauen mußte oder die Karte zur Hand nehmen sollte.
Die Markierung beim 39 km Ritt war hingegen eigentlich immer zu erkennen, allerdings mußte man auch hier schon sehr aufmerksam reiten. Da hier ja im allgemeinen auch recht ruhig T6 geritten wird, dürfte es hier keine Probleme gegeben haben.

Beim 80 km Ritt am Samstag erfolgte der Start um 8 Uhr morgens ruhig und sehr gesittet. Das feld blieb bis zur ersten Kontrolle bei 20 km sehr dicht zusammen. Danach kristallisierte sich schon eine Spitzengruppe heraus: Peter Bauman mit Ramay, Uwe Rahn mit Masirah, Corinna Lehnhard mit Marakesch, Ina Borgward mit Partout, Bianka Muji mit Steel und Sian Griffiths mit Pepper Mint FRH.
Bei 40 km gab es die erste Pause von 30 min in der sich vor allem die Bremsen an den Pferden gütlich taten. Da ich ohne Tross ritt, hatte ich aus vorjährigen Jahren Bedenken, kein Wasser an zu treffen. Das erwies sich jedoch als völlig unbegründet. Nicht nur, daß Inas Tross mich wie selbstverständlich mitbetreute, Peter Bauman mir gleich was zu trinken in die Hand drückte, es gab auch überall ausreichend Wasser. Und zudem waren die Helfer sehr bemüht und stets hilfsbereit, holten Wasser heran und kippten nach, wenn Peppy es zu schnell wegsoff. Das Wetter war recht warm, aber noch an der Grenze. Dennoch tranken die Pferde recht viel. Richtig übel waren nur die Bremsen, die in jeder ruhigeren Strecke über uns herfielen.
Die nächste Kontrolle mit 15 min Pause war bei 64 km. Doch dieses Teilstück erwies sich als deutlich länger. Wahrscheinlich hat sich da ein Fehler eingeschlichen und es waren eher 74 km. Das stimmt auch mit dem Tacho an Klaus Oedings Sulky überein.
Im Ziel zeigte das Tacho dann 89 km an.
Aus dem letzten Stopp gingen Ramay, Marakesch, Steel und Pepper Mint FRH gemeinsam wieder raus. Für mich war dieser Ritt nur Training und da sich ein Finish anbahnte, nahm ich Peppy nach dem Stopp zurück um sie gar nicht erst in Versuchung zu führen.
Ins Ziel galoppierten die drei anderen dann auch zeitgleich über die Asphaltstraße. (Korrektur von Corinna Lehnhart: nur ein Pferd galoppierte hier! Ramay und Marakesch trabten hinterher!-Danke für die Klarstellung! Sg) Leider kam beim Nachmessen für Steel dann das Aus wegen Nicht-Regeneration. Hier hatten auch andere Pferde nur knapp die Werte- wohl eine Folge des recht warmen Wetters. Es schieden jedoch nur 3 Reiter aus bzw. gaben auf.

Bei den 80 km siegte somit Peter Bauman mit Ramay zusammen mit Corinna Lehnhard und Marakesch.
Sg
 
Hier die weiteren:
3. Sian Griffiths mit Pepper Mint FRH
4. Ina Borgwart mit Partout
4. Uwe Rahn mit Masirah (s. Rittbericht)
6. Michael Teulings mit Mc Thunder'n Isha (?), NL
6. Chris Bocken mit Mc Lucasia Dial (?), NL
8. Bekim Muji mit Marad
8. Iris Enkelmann mit Zarrasch
10. Martina Melzer mit Al Asham
11.Julia Schulz mit Marengo
11. Dagmar Otto mit Manial
11. Jörg Schönfelder mit Agamo
11. Lucy Windhorst mit Lastik
15. Kira Detjen mit Winnetou
15. Ingeborg Heil mit Escape

Bei 60 km in der Wertung beendet hat Siegfried Pauli mit Razaal



Mit 67 Startern bei 77 Nennungen gingen am Sonntag viele Reiter auf die 39 km Strecke.
Zu seinem allerersten Distanzritt hatte ich den kleinen Hengst Hatschi von Karin Rosenthal mitgenommen. Zuhause das liebste Pferdchen, hatte er hier doch einiges an Eindrücken zu verdauen. Nachdem er uns in der Nacht den Schlaf raubte, weil einige Paddocks weiter eine rossige Stute stand, erwiesen sich die Untersuchungen für ihn als größte Hürde. Nach einem Sturz seiner Reiterin und einer wilden Einfangaktion vor einigen Wochen, zeigte er sich von diesem Erlebnis doch recht traumatisiert und wollte sich von fremden Menschen nicht so gerne berühren lassen. Zum Glück blieben hier alle Tierärzte geduldig und gingen mit viel Ruhe und Verständnis zu Werke, so das wir zumindest in einer Kontrolle einen realistischen Wert erreichen konnten.
Der Start verlief ruhig und da ich und meine Mitreiterin Wiebke Angelbeck und ihr Tahar den EFR lieber im gleichmässigen Tempo, als auf die Werte ausgerichtet reiten wollten, sahen wir uns unversehens an der Spitze des Teilnehmerfeldes. Hier ließ es sich schön gleichmässig reiten, die Pferde fanden einen guten Tritt, trabten raumgreifend und es war ein sehr schöner, harmonischer Ritt. Das Wetter blieb angenehm kühl.
Bei zwei unangekündigten, sehr gut arrangierten Kontrollen wurden die Pulswerte genommen, allerdings wurde nirgens vorgetrabt. Ungewohnt rasch fanden wir Langstreckler uns wieder im Ziel, gerade, als es anfing, richtig schön zu werden......
Die besten Werte in der geforderten Zeit hatte am Ende Sunny Boy unter Thanja Schulz bei den Kleinpferden und Marengo mit Julia Schulz bei de Großpferden.

Sg


Distanzritt mit Hindernissen/Stuhr am 14.07.01-80 KM

Am Mittwoch fing meine Pechsträhne an: ich jagte mir am Abend einen Strohhalm ins Auge, der direkt ein Stück Hornhaut mitnahm....
Mein Augenarzt verordnete: keine direkte Luft, keine Sonne, regelmäßig alle 2 Std. Tropfen, mein Auge war blutrot und tat höllisch weh.
Aber ich wollte auf jeden Fall starten. Dann kam die nächste Hiobsbotschaft: Freund Hans, mein Coach, fiel aus, akute Salmonellenvergiftung!
Also entschloss ich mich, allein zu fahren, halbblind und leidend. Die Tropfen halfen super und am Freitag Mittag konnte ich das Auge schon wieder etwas gebrauchen. Also Pferd in den Hänger und los, zweimal an den Rastplatz, nachtropfen und weiter.
Endlich in Stuhr angekommen, reißt mir in der Einfahrt zur Paddockwiese das Kupplungsseil.
Pferd ausladen, abkuppeln und mit Hilfe meiner Nachbarn alles erst mal zur Seite schieben.
Schnell ein Paddock gebaut und dann zum Veranstalter mein Problem geschildert. Der hatte die Ruhe weg, meinte, er kennt da wen, der würde mich gleich anrufen. Dieser rief dann auch an, allerdings mit der Nachricht, daß dieses Seil nicht aufzutreiben sei und ich wohl bis Montag bleiben müsse. Herr Lyschik meinte nur trocken, ich solle mal meinen KFZ Schein abgeben, er würde morgen mal ein wenig rumfahren. In dieser Nacht träumte ich von Kupplungsseilen in allen Varianten.
Morgens setzte dann die Routine ein, Armin und Josy, die Familie meiner Mitreiterin und Stallkollegin Corinna, wollten mich mit coachen, also erst mal dort alles abladen, was ich so den Tag über brauchte.
Es waren 23 Pferde am Start, der ruhig ablief. Schon bald lösten wir uns von der Gruppe und machten Tempo. Sian schloss sich uns an und schon schossen wir an einer Markierung vorbei und hatten dann wieder das ganze Feld vor uns. Das passierte uns mehrfach und es lag nie an fehlender Markierung, sondern an unserer Schusseligkeit. Wenn ich allein geritten wäre, hätte ich es auf mein verletztes Auge geschoben, das ist ja wohl klar! Dieses musste den Tag über auf seine Tropfen verzichten und schmerzte deshalb schon arg.
Die beiden Stops verliefen gut, mir wurde die 10 jährige Tochter von Corinna sozusagen als persönlicher Tross zugedacht und sie machte ihre Arbeit klasse, hier noch mal ein Dankeschön an Josy.
Uns kam die Strecke bis zum 2 ten Stop doch sehr lang vor, ich kann gut einschätzen, wie schnell mein Pferd läuft, die Km Angabe kann nicht stimmen.
Im 2. Stop mußte mein Pferd 5 Minuten warten, um Puls 64 vorzuweisen, obwohl mein Pulsgerät sich immer mit Puls 61 und 59 meldete, zählte die Helferin brav 72 Schläge, was kann ich da machen......
Also ritt ich mit Ina Borgwardt weiter und wir hatten intensive Gespräche über Hufbeschlag, Stellungsfehler und andere erquickende Themen. Irgendwie geht Distanzreitern der Gesprächsstoff nie aus.
Kurz vor dem Ziel bemerkte ich eine Taktunreinheit bei Masirah und ich dachte nur, daß das nun der nächste Schlag an diesem Wochenende wird.
Im Ziel abgestiegen, sah ich die verschobene Platte, die wohl drückte. Ohne Gewicht des Reiters ging sie sauber und wir kamen problemlos durch die Nachuntersuchung!
Danach bin ich sofort zu Lothar Lyschik gelaufen, der mir ganz trocken sagte, daß leider kein Seil aufzutreiben gewesen ist und ich bis Montag bleiben müsse.
Ich organisierte schon den Rücktransport meiner Stute, als er mir den KFZ Schein zurückgab und einen Quittungsbeleg über ein Kupplungsseil hervorzauberte, das nenn ich trockenen Humor.
Armin und Roger , mein Paddockgegenüber bauten es mir kurzerhand am Samstag noch ein, auch hier ein herzliches Danke..
Abends gabs dann Lagerfeuer und Wein als tollen Abschluss der Veranstaltung.
Eine Kritik muss ich noch loswerden: ich bin in letzter Zeit viele Feuerkreisritte gegangen und es war immer klar, daß jeder, den man unterwegs traf, Trinkwasser fürs Pferd anbot.
Hier wurde mir wieder der Unterschied zu "normalen" Ritten deutlich: es wurde mir zweimal auf meine Bitte gesagt, daß man selber nicht genug Wasser dabei habe, obwohl wir in die Autos reinsehen konnten und sie bis oben mit gefüllten Wasserkanistern bestückt waren.
Alles in allem eine tolle Veranstaltung, gutes Geläuf, gut markiert, nette Helfer und ein souveräner Veranstalter , den nichts aus der Bahn wirft.

Ich war nicht das letzte Mal in Stuhr.

Uwe Rahn
Vielen Dank


 16.09.01 Silbersterndistanzritt

Als Ersatzritt für die wegen MKS ausgefallenen Distanzritte im März, fand am 15.09.01 der Ersatzritt über 120 km statt, am 16.09.01 folgten die 39 und 60 km Ritte.
Für die 120 km fanden sich 16 Nennungen und 13 Starter. Am Sonntag waren es nur 30 Starter insgesamt.
Mit dem Wetter bewies der Veranstalter ein glückliches Händchen: zwar strahlte nicht gerade die Sonne, aber das Wetter hielt sich mit Regen weitestgehend zurück. Das Geläuf war erstaunlich trocken und bis auf eine Telstrecke, die gesperrt werden mußte, weil es zu matschig war, war die Strecke gut zu bereiten.

Mit zwei holländischen Reitern war sogar etwas internationales Flair gegeben.
Vom Start weg setzten sich die beiden Holländer, Tina Horn mit Warina, Silke Bitter mit Flash, Julia Schulz mit Marengo und Pepper Mint FRH mit Sian Griffiths an die Spitze des Feldes und ritten flottes Tempo.
Die Holländer ritten recht unkonstant mit Phasen sehr schnellen Tempos und ruhigeren Passagen, in denen sie von den Verfolgern immer wieder eingeholt wurden. Kontrollen waren alle 20 km eingebaut worden und wurden mit einer 15 min Pause gekoppelt, vorgetrabt wurde nur bei 20, 40 und 80 km.
In der ersten Kontrolle ging Marengo als erster wieder auf die Strecke, dicht gefolgt von Pepper Mint FRH und den beiden Holländern mit den identisch gekleideten Appaloosas McLucasia Dial und Mc Thunder Disla, im kurzen Abstand gefolgt von Warina und Flash.
In den 40iger Stopp kamen die beiden Holländer als erste an, dicht gefolgt von Pepper Mint FRH, die sich schneller regenerierte und so als erste wieder auf die Strecke ging. Auch hier kamen Warina und Flash mit etwas Abstand in die Kontrolle, holten den Vorsprung aber rasch wieder ein. Marengo war bereits zurückgefallen.

Auf dem Weg zum 60iger Stopp gab es ein ungewöhnliches Hindernis durch mehrere Schwerlastkraftwagen, die mit Teilen eines Windrades beladen waren und den Weg so versperrten, das nur eine recht schmale Gasse zwischen den LKWs und einem Graben daneben blieb. Die Holländer wählten eine Sackgasse auf der rechten Seite und kamen so erst hinter Pepper Mint FRH, die die linke Seite genommen hatte, in die Kontrolle. Wie gehabt, Warina und Flash mit etwas Abstand., den sie bald einholten und sich nun fest hinter Pepper Mint FRH einreihten. Das Trio trabte in gleicher Formation im konstanten Tempo Richtung 80 km und wurde im rasanten Galopp von den beiden Holländern überholt. So kamen die drei Pferde mit etwas Abstand hinter den Appaloosas in den 80 km Stopp. Als Erste konnte Pepper Mint FRH vorgestellt werden. Für die etwas langsamer regenerierenden Holländer war hier dann auch Schluss: McLucasia Dial lahmte und Michael Teuling wollte nicht alleine weiterreiten und nahm die Möglichkeit war, hier in Wertung zu beenden.
Das flotte Tempo forderte auch hier seinen Tribut bei Warina und Flash. Letzterer brauchte 16 min zur Regeneration und seine Reiterin beendete hier vorsichtshalber auch den Ritt bei 80 km in der Wertung.

Nun setzte sich Pepper Mint FRH deutlich ab und es gelang Tina Horn nicht mehr, sie mit ihrer Warina einzuholen. Im letzten Stopp vor den Ziel traf sie mit 15 min Abstand ein. Der Abstand wuchs bis zum Ziel noch auf 27 min.
Um 15.58 traf Pepper Mint FRH inmitten des einzigen, heftigeren Regenschauers im Ziel ein und bestand die 30 min Nachuntersuchung. Auch die Oldenburgerstute Warina bestand anstandslos die Nachuntersuchung und Tina Horn konnte sich über ihren ersten 120 km Ritt und über einen guten 2. Platz freuen. 83 min später traf dann Julia Schulz mit Marengo ein und belegte den 3. Platz. Auf dem 4. Platz gelangten gemeinsam der 20jährige Masahib mit Uta Wilhelmi und Kohinoor hier geritten von Ulrike Pottrick.
Mit nur drei Ausfällen ein recht gutes Resultat, überschattet etwas durch eine Kolik des ausgefallenen holländischen Pferdes am Abend.

Als einzige Fahrerin fuhr Britta Danne-Hess ihren Banjo auf den ersten Platz über 120 km.

Ein sehr bemühter Veranstalter und eine harmonische Veranstaltung, die mit nur einem Tierarzt etwas unterbesetzt war. Zwar hat kein Reiter bei 100 km beendet, aber wie hätte dort auch eine Nachuntersuchung stattfinden sollen, ohne Tierarzt? Ansonsten war die Strecke recht gut markiert, die Helfer arbeiteten sehr gut und es gab genügend Wasser in den Kontrollen. Alles in allem keine Veranstaltung, der man chaotische Zustände vorwerfen kann und der ein CEI-Prädikat auch gutgetan hätte, wie wohl auch der Veranstaltung im Oktober!
Sian


Ergebnisse:
120 km
1. Pepper Mint FRH Mit Sian Griffiths
2. Warina mit Tina Horn
3. Marengo mit Julia Schulz
4. Masahib mit Uta Wilhelmi und Kohinoor mit Ulrike Pottrick
bei 80 km beendet:
McLucasia Thunder Dsila
Flash mit Sike Bitter
Mambo mit Alexander Otten
Escape mit Ingeborg Heil


60 km-Ritt
Reiter/in Pferd Zeit
01. Bärbel Willmann Dancer 223
02. Susanne Kruse Amurath 267
03. Lucy Windhorst Todis Mega Star 326
03. Iris Enkelmann Pilot 326
05. Dieter Wemken Nathanael 341


60-km-Fahrt
01. Gaby Gloggner Alambic 242
02. Dieter Tomalik Winnie 243
03. Angelika Pröll Sally 304


39 km-Ritt
01. Thanja Schulz Sunny
02. Udo Demberg Shirkan
03. Ursula Kreye Conrad
03. Sirka Ginsel Majestic
05. Jennifer Padberg Samir
05. Angelique Behrendt Evil
07. Angelina Behrendt Puccini
07. Dr. Jutta Ginsel Sirka
07. Anja Beuderscheid Disha
10. Evelin Bruns Madin

 

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