|
Mauerkirchen / Österreich 40 km 14 Juli 2001
Der Wetterbericht sagte Hitze voraus, und ausnahmsweise hatte er recht. Obwohl es bei unserer Ankunft in
Mauerkirchen am Freitag noch nach Gewitter aussah, blieben wir verschont.
Die Voruntersuchung verlief zügig und ruhig, etwas weniger streng als in Deutschland.
Von 18 Startern wurde nur einer im Gate wegen zu hoher Pulswerte herausgenommen.
Nach sehr genauer Streckenerklärung in der Vorbesprechung gingen wir gegen 23.30 Uhr ins Zelt. Leider wurde
noch bis 01.00 Uhr im Verpflegungsbereich Disco gemacht, was Reiter und Pferde lange wach hielt. Ab 01.30 kehrte
bis 04.30 Uhr Ruhe ein, dann standen die "120er" wieder auf...
Strahlender Sonnenschein und wolkenloser Himmel, um 06.00 Uhr bereits 21 Grad.
Um 08.00 Uhr mein erster "Massenstart" mit 18 Startern, die sich freiwillig in zwei Gruppen teilten.
Mein Versuch zwischen beiden Gruppen zu starten scheiterte kläglich, wir bretterten im Galopp wider Willen
los....
Nach 200 m wartete ich auf die zweite Gruppe, wir ritten dann zu acht und verritten uns gemeinsam erstmals nach
500 m. Der Umweg war ca. 1 km, der Veranstalter fuhr uns mit dem Auto hinterher um uns zu stoppen. Leider sollte
das nicht das einzige Mal bleiben, dass Markierungen "versteckt" angebracht waren, insgesamt verritten
wir uns 4 mal. Die Gruppe zog sich nicht - wie erhofft - auseinander, denn immer wenn sich jemand im gleichmäßigen
Trab absetzte, galoppierten (leider immer dieselben) nach und überholten unkontrolliert, so dass keine Ruhe
hineinkam.
Das erste Gate war nach 20 km, mittlerweile waren es 28 Grad im Schatten. Durch unterschiedliche Pulswerte und
Pause zog sich die Gruppe endlich auseinander, die zweite Runde war daher viel schöner zu reiten. Jetzt verritten
wir uns nur noch 2 mal kurz und endlich konnte ich auch was von der Landschaft sehen: flach, viele Wiesenwege,
kaum Asphalt oder harter Boden. Leider 3 Straßenüberquerungen, die uneinsichtig und nicht durch Posten
gesichert waren - zum Glück ist nichts passiert (weil Trosser sich als Verkehrsregler betätigten).
Als wir nach den 40 km im Schritt zurück auf den Hof kamen wurden wir angefeuert: jetzt laßt uns ein
richtiges Finish sehen!
Die Siegerehrung fand abends um 20.00 Uhr "bitte ordentlich und sauber" mit Pferd statt. Ohne Teilnahme
an der Siegerehrung gab es keine Checkkarte, sie wird dann auch nicht zugeschickt.
Insgesamt bemühten sich die Veranstalter um genaueste Einhaltung der Regeln, leider gab es aber Mängel
in der Strecken-Markierung und Sicherung. Ob man von Reitern lautstark ein "Finish" fordern muß,
bleibt jedem selbst überlassen, auch eine Siegerehrung mit Pferd ist Geschmacksache.
Die Verpflegung der Reiter war gut (und teuer), Duschgelegenheiten waren keine vorhanden, ein Waschbecken für
-insgesamt- 50 Starter zzgl. Tross.
Judith Dieler
Vielen Dank! |