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Rittbericht
Lethelinie


von Sian Griffiths

Im oldenburgischen Oberlethe befand sich der Start-/ und Zielplatz der Lethe-Linie, einem Kartenritt entlang der Lethe und durch die schöne Landschaft. Das Starterfeld war relativ klein, man kennt sich untereinander und so kam gleich eine nette, kameradschaftliche Stimmung auf, was durch das engagierte Veranstalterteam, der AG Distanzreiten Oldenburg geschickt gefördert wird.
Die Einfahrt auf den kleinen Platz stellte schon hohe Ansprüche an die Rangierfähigkeit der Gespannfahrer und wurde nicht von allen souverän gelöst.
Nach der Voruntersuchung am Freitag Abend und zum teil noch vor dem Start am Samstag Morgen durften alle Starter sich um 8 Uhr auf die Strecke machen. Anhand der schönen Farbkopien war die Strecke recht leicht zu finden, einige Verreiter gehören wohl dazu, denn auch Karte lesen will gelernt sein.
Die meisten Reiter ritten ohne Tross. Kurzfristig hatte meine Freundin Karin mich angerufen und kam dann am Samstag Morgen zum Trossen. Und stopfte ihren Käfer ohne zu murren mit den Trossuntensilien von mindestens vier Reitern voll! "Solange ich noch hineinpasse....!"
Schon früh setzten sich die Kartenprofis und Schnellreiter vom Hauptfeld ab. Der erste Vetcheck wurde dennoch vom Pulk fast überrannt, aber da er mit einer 10 minütigen Pause verbunden war, gab es hier keine Probleme.
Die erste Pause fand vor dem Nightclub Weisses Haus statt, was genau ist, wonach es klingt....Hier war ein guter Pausenplatz mit guter Vortrabstrecke und vielen Wassereimern. Ein Reiter beendete hier freiwillig den Ritt.
Karin hatte sich super ins Trossen hineingefunden und war so unerwartet Tross für mindestens 10-12 Reiter geworden. Sie war überall am wirbeln und versorgte Pferde mit Decken und Wasser und Reiter mit Trinken und Essen.
Auf sehr schönen Sandwegen führte die Strecke nun auf eine Schleife bis nach Moorbek, wo eine 60 minütige Pause nach ca- 60 km angesetzt war. Hier hatte sich das feld schon auseinandergeszogen doch wir kamen in einem großen Pulk an und so war der einzige Pulsmesser doch etwas überfordert. Die 20 min bis zum Nachmessen mußten die Pferde in die eigentliche Pause geführt werden, das wurde zeitlich doch recht eng. Bei diesem Stop konnte man erstmals in der Wertung beenden wovon einige Reiter auch Gebrauch machten.
Die Gesamtstrecke betrug 98 km und sah ein Dreiergespann als Sieger: Marit Haase mit Zarewisch, Albert Fichtel mit seinem braunen Hengst und Christine Andres mit Kimbal. Die letze Reiterin kam kurz vor Dunkelwerden ins Ziel- rechtzeitig zum Lagerfeuer mit Grillen und Klönen. Etwas gedrückt wurde die nette Stimmung nur durch ein Pferd, welches plötzlich Kolik bekam und behandelt werden mußte.
Bei der Nachuntersuchung am Folgetag schied nur ein Pferd wegen Lahmheit aus. Trotzdem zeigten viele Pferde deutliche TUnreinheiten und die Tierärztin Beate gemahnte in der Siegerehrung mit diesen Pferden nicht unbedingt am nächsten Wochenende wieder zu starten.
Eine ruhige Sieherehrung fand früh statt und ermöglichte so auch den weitangereisten Teilnehmern eine frühe Heimreise. Den Best Conditionpreis der mit einer schönen Decke dotiert war, gewann Zarewisch.
Ein netter, ruhiger Ritt auf dem Strecke, Kameradschaft und Stimmung einfach stimmen und zum Wiederkommen einladen. Zum Beispiel beim Land der Rappen.....?!
Sian

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