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Rittbericht
Bevertal


von Yvonne Kirstan, Corinna Härter, Franziska Becker und Johanna Schmidt-Hurtienne

Rittbericht 1. Bevertal-Distanzritt am 23.09.2001

Am Samstag, den 22. September fand im Rahmen des ersten Bevertalrittes in Holzerode auch ein Einführungslehrgang mit Dr. Juliette Mallison statt.

Wir hatten uns mit vier Leuten dafür angemeldet, drei wollten auch am Sonntag reiten. Also hieß es Samstag früh erstmal die Pferde zu verladen und den Weg nach Holzerode zu fingen, was wegen der Vollsperrung der Bundesstraße zwischen Holzerode und Ebergötzen gar nicht so einfach war. In Holzerode war der Ritt aber bereits ausgeschildert, als wir kamen.

Nachdem die Pferde abgeladen und auf der Weide waren, begann der Lehrgang mit einer Vorstellungsrunde. Um als Einsteiger einen Einblick in die Ditanzreiterei zu bekommen, ist ein solcher Lehrgang unbedingt zu empfehlen. Außerdem war es nicht nur informativ, sondern auch recht lustig. Mittags gab es dann ein leckeres Essen. Die Verpflegung war während des ganzen Wochenendes einfach super. Herzlichen Dank an das tolle Team vom RV Holzerode. Nach der Pause versuchten wir dann, das theoretisch gelernte in der Praxis umzusetzen. Da unsere Pferde (ein Kaltblutmix, eine Haflingerstute und eine Irish-Hunter-Stute) bereits vor Ort waren, wurden sie als Anschauungsobjekte herangezogen. Besonders das Pulsmessen erwies sich als gar nicht so einfach. Unsere Pferde legten dann im Rahmen des Lehrgangs schon mal unter den kritischen Augen von Frau Dr. Mallison die Voruntersuchung ab, die alle bestanden.

Im Laufe des Nachmittags kamen nach und nach immer mehr Reiter an, und die Wiese und die Halle mit den Paddocks füllten sich langsam. Die Fahrt mit dem Anhänger (zum Glück ohne Pferd!) auf die Wiese erwies sich allerdings trotz Geländewagen als echte Rutschpartie (es ging ziemlich steil den Berg hinunter). Aber es war viel Platz für Zugfahrzeuge, Anhänger und Paddocks für die Pferde.

Der Abend war feuchtfröhlich, die Nacht ziemlich kurz. Die Organisatorin, Karin Bartscher-Löffler, und ihr Team kamen allerdings am Abend noch mal richtig ins Schwitzen: es schüttete wie aus Eimern. Die Sorge galt insbesondere der Markierung (Kalk) und den Graswegen.

Am Morgen war es aber glücklicherweise trocken und die Sonne schien. Also bestes Sonntagswetter. Es gab ein leckeres Frühstück im Vereinshaus, danach fand die Vorbesprechung statt, bei der einige wichtige Punkte bezüglich der Strecke noch mal besprochen wurden. Karin und ihre fleißigen Helfer hatten in aller Herrgottsfrühe die Strecke frisch markiert, so daß es damit wohl keine Probleme geben würde. Trotzdem war Karin ziemlich nervös, aber es war ja auch eine Erstveranstaltung, und das erste Mal, daß sie selbst Organisatorin und nicht Reiterin war. Um 9:00 Uhr starteten dann die ersten Reiter auf die 50 km-Strecke. Johanna gehörte mit Lucy zu dieser ersten Gruppe. Franziska und ich hatten noch eine Stunde Zeit, unsere Pferde rittfertig zu machen und aufzuwärmen. Wir starteten dann um 10:00 Uhr in der ersten Gruppe für die 25 km.

Der Start lag direkt am Hof und der erste Teil des Weges führte durch Holzerode. Nach etwa 10 Minuten im Schritt kamen wir dann in die Feldmark, später führte die Strecke dann zum größten teil durch den Wald. Die Wege hatten zum größten Teil breite Grasstreifen, die Waldwege waren durch den Regen auch ziemlich weich. Auf den 25 km gab es zwei Stops, am ersten mußten die Pferde vorgetrabt werden. Die Plätze für beide Stops waren gut gewählt, sie waren bequem mit dem Auto zu erreichen und es war viel Platz, so daß es auch nicht zu Gedränge kam, wenn mehrere Reiter gleichzeitig in den Stop kamen. In beiden Stops war Wasser vorhanden. Nach dem ersten Stop ging es weiter durch den Wald, und nach der Überquerung einer Landstraße an einer ziemlich unübersichtlichen Kurve, die zur Sicherheit mit einem Helfer besetzt war, mußte ein Bach durchquert werden. Dies war noch mal eine günstige Gelegenheit, die Pferde trinken zu lassen. Nach dem zweiten Stop ging es dann weiter in Richtung Spanbeck. Hier mußten die Reiter auch ein Stück durchs Dorf reiten, was aber kein Problem war. Kurz danach trafen wir wieder auf den Weg nach Holzerode, der Weg führte über den ersten Teil der Strecke zurück. Franziska und ich kamen nach unserem gemeinsamen Ritt zusammen ins Ziel.

Nach dem Ritt hatten wir viel Zeit und Platz, um unsere Pferde zu versorgen und auch was zu essen. In der Zwischenzeit hatte auch Johanna mit Lucy die Strecke zweimal bewältigt und war im Ziel angekommen. Wir gingen dann mit Snouky und Sina zur Nachuntersuchung, Sina schied leider wegen Lahmheit aus, weil sie barfuß ging. Nachdem auch Lucy die Voruntersuchung bestanden hatte, hatten wir dann auch mal ein bißchen Zeit, den anderen zuzuschauen und uns am phantastischen Küchenbüffet vollzustopfen.

Die Siegerehrung fand dann auf dem Springplatz statt. Zu ihrer eigenen Überraschung gewannen Johanna und Lucy ihren ersten 50 km-Ritt auch gleich. Ich hatte bei den 25 km die Leistungsklasse 1 erreicht.

Insgesamt war dieser Ritt eine tolle Erstveranstaltung! Eine super Strecke, tolle Organisation, super Verpflegung! Wir werden auf jeden Fall im nächsten Jahr wiederkommen!

Yvonne Kirstan, Corinna Härter, Franziska Becker und Johanna Schmidt-Hurtienne

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