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Rittbericht
Bayrische Meisterschaft


von Ingmar Lang

Kurzbericht zur Bayrischen Meisterschaft (120KM/Begleitritt 80KM)
am 04.08. in Sittenbach 3. Glonntalritt

Neuer Bayrischer Meister wurde am Samstag Andreas Hundsdorfer auf Kassan (AV) mit einer Reitzeit von 7h 45: 26.

Am Wochenende wurde in Sittenbach in der Nähe von Adelzhausen in einer rundum würdigen und stilvollen Veranstaltung der Bayrische Meister 2001 im Distanzreiter ermittelt. Trotz angenehmer Temperaturen (16 Grad) war das Wetter nicht optimal, da es am Samstag praktisch bis ca. 13.00 Uhr nur geregnet hat. Das Teilnehmerfeld war für beide Ritte überschaubar. 18 Starter auf 120KM und nur 13 Starter beim Begleitritt. Trotz der mäßigen Tempi (nur der Sieger bei 120KM blieb unter T4) gab es eine relativ hohe Ausfall-Quote bei beiden Ritten. Beim Meisterritt beendeten nur 9 Reiter in der Wertung (50%) , beim 80er 8 Reiter (43%). Hauptgründe für die Ausfälle waren Lahmheiten, aber auch Satteldruck und mind. ein Sturz sowie eine weitere Verletzung.
Beim Zieleinlauf lag Andreas Hundsdorfer fast eine halbe Stunde vor der Zweitplazierten und Vizemeisterin Petra Wilhelm auf Fashima (AV).
Der Konditionspreis ging an Verena Kenke auf El Hafi II (AV).

Auf dem Begleitritt lag das Starterfeld bis zum 2. Vet-Gate bei KM 60 relativ eng zusammen. Erst auf den letzten 20 KM konnten die späteren Sieger, Katrin Falke-Schmidt auf Hammar Ibn Sahad (AV) und Melanie Arnold auf Nadira (AV) insgesamt 6 Minuten auf die Drittplazierte und die beiden Viertplazierten herausreiten. Besonders unglücklich erging es der bis km 60 in führender Position liegenden Jeanette Henkel auf Sparkfire (AV) . Sie schieden wegen eines Trittfehlers im Gate (an einen Stein gestoßen) wegen Lahmheit aus.
Der Konditionspreis ging an Thomas Effenhauser auf Amigo (Traber).

Die Siegerehrung war besonders rührend, weil auf dem 120er Ritt auch ein Fjordpferd, namens "Fanta" mitgelaufen war. Laut Veranstalterin bekam Fanta liebevoll den Spitznahmen "Zusatzzahl" von allem Helfern verpaßt Es hieß in den Gates immer: "Wieviele fehlen noch? 3 Reiter …….und Fanta !"
Leider hat Fanta bei der Nachuntersuchung nicht rechtzeitig regeniert und mußte aus der Wertung genommen werden, obwohl das Pferd einen ausgeprochen munteren und frischen Eindruck gemacht hat. Auch bei den untersuchenden Tierärzten. So hat sich die Veranstalterin spontan entschloßen am nächsten Morgen für "Fanta" einen Sonderpreis auszuloben. Überreicht wurde, unter lautem Applaus aller Zuschauer ein Schuhputzset, weil sich die Reiterin wohl vor jedem wiederaufsitzen nach den Stops die Schuhe blank gewischt hatte. Eine wirklich schöne Geste, die zeigt, daß das Motto des VDD- ankommen ist gewonnen- auch auf einem Meisterschaftsritt gelebt werden kann.

Selbstverständlich wurde auch der neue Meister ansprechend geehrt. Er erhielt neben diversen Sachpresien und einer schönen Scherpe den Wanderpokal. Dieser ist eine künstlerisch besonders schöne Stahldraht Skupltur eines Pferdes (schwer zu beschreiben, aber sieht echt toll aus!)

Besonders erwähnenswert ist auch noch der Umstand, daß es bei der Veranstaltung viele Premierenritte gab. Sowohl auf der 120er, als auch auf der 80er Strecke hatten sich insgesamt mindestens 4 Reiter/Pferdepaare zum ersten Mal auf eine neue Streckenlänge herangewagt. Alleine bei den in der Wertung beendeten 8 Reitern der 80er Strecke waren mindestens 3 Paare zum ersten Mal auf der langen Strecke erfolgreich unterwegs. Das macht Hoffnung für weitere spannende Bayrische Meisterschaften in den folgenden Jahren.

Ingmar Lang

 

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